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Immobilienkauf im Ausland – das müssen Schweizer beachten

Der Kauf einer Immobilie im Ausland kann sich als hervorragende Kapitalanlage erweisen. Um potentielle Risiken zu minimieren, sollten sich Interessenten vorher unbedingt genau über den Ablauf einer solchen Investition informieren.

Immobilienkauf im Ausland – das müssen Schweizer beachten

Immobilien eignen sich grundsätzlich immer gut als Anlageobjekt und dies gilt nicht nur für Schweizer Immobilien. Niedrige Immobilienpreise, gute Bedingungen für Hypotheken: Der Kauf einer Liegenschaft im Ausland gilt aktuell als eine der attraktivsten Möglichkeiten für eine Kapitalanlage. Grundsätzlich ist der Besitz von Immobilien überall da sinnvoll, wo sie im Wert steigen. Das kann zuhause in der Schweiz sein oder im Rest der Welt – und dazu gehört eine in den Ferien selbst bewohnte Finca auf Mallorca ebenso, wie ein vermietetes Investitionsobjekt in einer wachsenden deutschen Studentenstadt.

So klappt der Immobilienkauf im Ausland

Damit der Kauf von Immobilien im Ausland zum Erfolg wird, sollten einige Punkte beachtet werden. Wie immer gilt: Pro und Contra gut abwägen und keine überstürzten Entscheidungen treffen, das reduziert die Risiken schon erheblich.

1. Auswahl

Wählen Sie die Immobilie mit Bedacht aus. Wie schneidet sie in Hinblick auf die Lage und Infrastruktur ab? Was sagt ein Fachmann zu Bausubstanz, Technik und Ausstattung? Ansprüche und Standards unterscheiden sich von Land zu Land. Ist der Preis angemessen für das, was Sie geboten bekommen?

2. Finanzierung

À propos Preis: Schweizer Banken finanzieren normalerweise keine Objekte ausserhalb der Schweiz. Deshalb ist eine lokale Bank in der Regel der beste Weg, eine Auslandsimmobilie zu finanzieren. Holen Sie sich in jedem Fall Angebote ein und vergleichen Sie gut.

3. Versteuerung

Grundsätzlich müssen Immobilien an dem Ort versteuert werden, an dem sie stehen. In der Schweiz wirken sich der Vermögenswert und der Ertrag einer ausländischen Immobilie nur satzbestimmend aus. Das heisst, sie können den Steuersatz des Eigentümers nach oben korrigieren, werden aber selbst nicht direkt versteuert.

Beispiel: Immobilien in Deutschland kaufen

Deutschland ist für viele Schweizer die erste Wahl, um in Immobilien zu investieren. Die Wirtschaft befindet sich in anhaltendem Aufschwung, die Bevölkerung wächst, das Land ist rechtlich, finanziell und politisch stabil. Die Zinsen sind nach wie vor attraktiv, Wohnraum ist gefragt wie nie und steigt in fast allen Gegenden im Wert.

Für Schweizer gibt es weder Auflagen noch eine nennenswerte Sprach- oder Kulturbarriere, darum eignet sich Wohneigentum im Nachbarland ganz besonders gut als stabile Kapitalanlage. Auch die Modalitäten eines Immobilienkaufs in Deutschland ähneln denen in der Schweiz:

  • Am Anfang des Eigentümerwechsels steht ein notariell beglaubigter Vertrag. Verträge ohne Beurkundung durch einen Notar sind unwirksam.
  • Nach Abschluss des Vertrags wird die Immobilie mittels einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch vor einem anderweitigen Verkauf geschützt.
  • Anschliessend überweist der Käufer den Kaufpreis an den Verkäufer bzw. auf ein treuhänderisch verwaltetes Notaranderkonto.
  • Im selben Zug wird die Handänderungssteuer – in Deutschland heisst sie Grunderwerbsteuer – fällig.
  • Wenn Kaufpreis und Steuer beglichen sind, wird der neue Eigentümer (und bei Finanzierung durch eine Bank auch die Grundschuld) ins Grundbuch eingetragen.

Notar, Steuer, Makler – mit diesen Zusatzkosten müssen Sie rechnen

Neben dem eigentlichen Kaufpreis werden beim Immobilienkauf in Deutschland weitere Kosten fällig: Die Notar- und Gerichtskosten belaufen sich auf etwa 1 – 1,5 % des Kaufpreises. Die Grunderwerbsteuer beträgt 3,5 – 6,5 % des Kaufpreises, abhängig vom jeweiligen Bundesland. Bei der Vermittlung durch einen Makler wird ausserdem eine Provision von bis zu 7 % des Kaufpreises fällig, manchmal sogar höher. Ob diese Courtage vom Käufer, dem Verkäufer oder beiden gemeinsam getragen wird, hängt von der individuellen Vereinbarung ab.

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